Tutorenprogramm

Schüler für Schüler – Ein Tutorenprogramm 

 

Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 9 bis 13 können an der Karla-Raveh-Gesamtschule Tutorinnen und Tutoren werden. Sie unterstützen jüngere Schülerinnen und Schüler als „Lernpatinnen und Lernpaten“:

 

       

  • ŸSie helfen als „Betreuerinnen und Betreuer“ (Tutorinnen und Tutoren) gezielt  bei der Aufarbeitung von Schwächen, sollen Begabung fördern, Unterstützung bei den Aufgaben zur Stunde liefern oder Nachhilfe („Trainings“) geben.
  • Die Tutorinnen und Tutoren arbeiten dabei mit den Eltern des zu fördernden Kindes und den jeweiligen Fachlehrerinnen und Fachlehrern zusammen.
  • Sie nutzen selbst „Schülermerkblätter“, ihren Tutorenpass als persönliches Portfolioinstrument, schließen Vereinbarungen mit zu betreuenden Schülerinnen und Schülern sowie Eltern (u.a. über Ziele oder Zeitraum).

 

 

Ziele:

Es wird Eigenverantwortlichkeit, Begabung und Selbstständigkeit der als Tutoren ausgebildeten Schülerinnen und Schüler gefördert, zugleich werden soziale und kommunikative Kompetenzen gestärkt.

Die Ausbildung:

Die Ausbildung  der Tutorinnen und Tutoren umfasst zwei Ausbildungsveranstaltungen pro Schuljahr. Interessierte und fähige Schülerinnen und Schüler aus den Jahrgängen 9 und 10 absolvieren zusammen eine Ausbildungsveranstaltung, Schülerinnen und Schülern der Oberstufe wird eine eigene Ausbildung angeboten. Im Kern orientiert sich die Ausbildung an fünf  Bausteinen, die jeweils unterschiedliche Kompetenzbereiche abdecken und nach Jahrgangsstufen differenziert sind. Es geht um die Vermittlung von Grundlagen in unterschiedlichen Dimensionen:

Ein erster Baustein heißt „Verhalten und Selbstbild“. Die Schülerinnen erfahren in typischen Situationen, vor welchen „Alltagsproblemen“ Tutorinnen und Tutoren stehen können. Selbstständig versuchen sie, „Lösungen“ zu finden und die Folgen bestimmter Verhaltensweisen abzuschätzen. Dadurch sollen sie befähigt werden, Eigenschaften einer „guten Tutorin“/eines „guten Tutors“ auszumachen. Eine Überprüfung des Selbstbildes ermöglicht den Schülerinnen und Schülern, die Einschätzung bereits vorhandener Fähigkeiten und die Planung eigener Entwicklungsziele.

Im Baustein „Kommunikation“ erarbeiten die Schülerinnen und Schüler Grundlagen der Kommunikation, darunter einfache Modellbildung, Ursachen und Problemlösungen von  Kommunikationsstörungen. Auch Aspekte der non-verbalen Kommunikation spielen in diesem Zusammenhang eine Rolle.

Eingeleitet wird der folgende Baustein „Lernwege und -strategien“ durch einen simplen Lerntypentest als Handwerkszeug für Tutorinnen und Tutoren. Sie vollziehen einen Lerntypentest eigenständig nach und werden befähigt, diesen mit anderen Schülerinnen und Schülern durchzuführen. Ausgehend von diesem Diagnoseinstrument (auf niedrigem Niveau) erarbeiten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer unterschiedliche Lernwege, Tipps und Beispiele, die sie selbst anwenden und vermitteln können. Hinweise zum Lernen von Vokabeln gehören ebenso dazu wie auch lerntypen-spezifische Lernstrategien.

Auch der nächste Baustein umfasst Tipps zum Lernen, die insbesondere Wirkungen auf die „Motivation“ der Schülerinnen und Schüler haben können. Die Tutorinnen und Tutoren  erarbeiten Handlungsstrategien, die sie einsetzen können, um Interesse zu wecken, Lernprozesse anzuregen.

„Organisation“ ist der fünfte Baustein der Ausbildung. Hierbei erfahren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Funktion, den Aufbau und die Arbeit mit dem „Tutorenpass“ als persönliches Portfolioinstrument. Zugleich werden sie befähigt, Vereinbarungen mit Eltern, Schülerinnen und Schülern (und auch mit Lehrerinnen und Lehrern) zu treffen. Im Rahmen eines ersten Einblicks in den Aspekt der „Beratung“ erlernen die Tutorinnen und Tutoren den Umgang mit einem „Schülermerkblatt“, um zu diagnostizieren und den Lernprozess zu dokumentieren. Ein „Bewertungsbogen“ für alle Beteiligten (Schülerinnen und Schüler, Eltern, Tutorinnen und Tutoren) wird abschließend als Evaluations- und Qualitätssicherungsinstrument eingeführt.

Die Erarbeitung der Inhalte erfolgt überwiegend durch praxisnahe Rollenspiele und Selbstversuche.

                                             

Stand: März 2014.

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