Konzept des Förderns und Forderns

Ein erklärtes Ziel unserer schulischen Arbeit ist die Ausbildung und Entwicklung von Selbstständigkeit, Selbstbestimmung und Eigenverantwortlichkeit. Lernen in der heutigen Zeit bedeutet viel mehr als dem Unterrichtsverlauf zu folgen, zu rechnen, zu lesen und zu schreiben. Lernen ist auf den Erwerb von Kompetenzen ausgerichtet. Durch diese werden Kreativität, Eigenverantwortung und Eigentätigkeit gefördert.

Deshalb ist unser Förder- und Forderkonzept auf die gesamte Persönlichkeit der Kinder ausgerichtet.

Zu ihrer Entwicklung brauchen Schülerinnen und Schüler Lernstrategien und ein Repertoire an Methoden. Diese erarbeiten wir von Beginn des 5. Schuljahres an.                                                         
Im 1. Quartal unseres Förderunterrichts werden im Klassenverband von zwei Lehrkräften grundlegende Arbeitstechniken vermittelt, die in den anderen Fächern aufgegriffen und vertieft werden. Die Doppelbesetzung erleichtert das gezielte Einüben.

Mit den Kindern arbeiten wir u.a. schwerpunktmäßig in den Bereichen:

  • Arbeitsplatzgestaltung
  • Mappen- und Heftführung
  • Verhalten beim selbstständigen Arbeiten
  • Verhalten in Gesprächsrunden

Damit ist sichergestellt, dass eine gemeinsame Arbeitsgrundlage in diesen Bereichen geschaffen wird. Im 1. Quartal ist zudem die umfassende Diagnose des Lern- und Entwicklungsstandes möglich. Alle Schülerinnen und Schülern, bei denen die Fachlehrkräfte Deutsch Schwierigkeiten feststellen, durchlaufen z.B. auch bis zu diesem Zeitpunkt ein entsprechendes Testverfahren.

Ab dem 2. Quartal werden an zwei Tagen der Woche in klassenübergreifenden Kleingruppen kursartig oder in offenen Arbeitsformen bestimmte Themen/Vorhaben bearbeitet und ein festgesetztes Ergebnis angestrebt. Unser Förderunterricht ist kein „Nachhilfeunterricht“ im Sinne früher angewandter pädagogischer Methoden, vielmehr wird  in diesem Unterricht individuelle Förderung der Stärken, aber auch die Reduzierung der Schwächen der einzelnen Kinder betrieben.
Die Förderkurse laufen quartalsweise und sind jeweils auf ca. 9 Wochen (also 18 Unterrichtsstunden) begrenzt.

Der tatsächliche Förderbedarf wird in jedem Jahr zu Beginn eines Schuljahres und zum Quartalswechsel erneut von den Klassen- und Fachlehrerinnen und -lehrern auf der Grundlage des aktuellen Lern- und Entwicklungsstandes der Kinder erfasst und bei der Bildung individueller Fördergruppen berücksichtigt.

Zwei dieser Kurse führen mit leserechtschreibschwachen Kindern in Kleingruppen ein zweijähriges Rechtschreib-Basistraining durch, bei welchem zum Ausgleich von Entwicklungsverzögerungen grundlegende Rechtschreibstrategien gezielt (ab individuellen Fehlerschwerpunkten) erarbeitet und gefestigt werden.

Diese Förderung der LRS-Schülerinnen und -Schüler wird auch in höheren Jahrgangsstufen fortgesetzt.

Im 2. Halbjahr von Jahrgang 6 verlagern sich die inhaltlichen Schwerpunkte auf die ab Jahrgang 7 einsetzende Differenzierung in den Fächern Englisch und Mathematik.

Zeitliche Übersicht

 Zeitraum

 

 Jahrgang 5

 1.Quartal

 Arbeitstechniken

 Jahrgang 5

 2.-4. Quartal

 Kurse zur Förderung der Gesamtpersönlichkeit der Kinder                                         
 (vgl. Konzeptionelle Inhalte …)

 Wechsel in der Regel nach einem Quartal  (Ausnahme LRS-Kurse)

 Jahrgang 6

 1.+2. Quartal

 Kurse zur Förderung der Gesamtpersönlichkeit der Kinder                                         
 (vgl. Konzeptionelle Inhalte …)

 Wechsel in der Regel nach einem Quartal  (Ausnahme LRS-Kurse)

 Jahrgang 6

 3.+4.Quartal

 Arbeit in Kursen der Fächer Mathematik, Deutsch, Englisch hinsichtlich
 der zum Ende der Jahrgangsstufe 6 anstehenden Zuweisung zu den Ebenen

 

Konzeptionelle Inhalte des Förder- und Forderunterrichts in den Jahrgängen 5 und  6 (ab 2. Quartal):

  • Motorik + Feinmotorik
  • Körper + Bewegung
  • Kommunikation und Soziales Lernen
  • Konzentration und Aufmerksamkeit
  • Forschen und Probleme Lösen
  • Musizieren, Künstlerisches Gestalten, Theater Spielen 

Die Inhalte eines Kurses können auch mehrere der Kompetenzbereiche beinhalten und sind auch von den Kompetenzen der jeweils im Band Unterrichtenden abhängig.

 

         Kompetenzbereiche

 

Beispiele für Kursinhalte

  1. Motorik + Feinmotorik
  • Handarbeiten
  • Kalligraphie
  1. Körper + Bewegung
  • Sport zum Auspowern
  • Bewegung für „Bewegungsmuffel“
  • Gesund genießen
  1. Kommunikation und Soziales Lernen
  • Sketche (deutsch/ englisch)
  • Spiele (auch Sportspiele)
  • Kreatives Schreiben
  1. Konzentration und Aufmerksamkeit
  • Phantasiereisen
  • Yoga für Kinder
  • Konzentrationsspiele
  1. Forschen und Probleme lösen
  • NW-ler unterwegs
  • Wir bauen eine/n …
  • Wir untersuchen ---
  1. Musizieren, Künstlerisches Gestalten, Theater Spielen
  • Trommelkurs
  • Fotos Bilder produzieren
  • Wir spielen: …

 

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