Historie

Wer ist Karla Raveh?
Karla Raveh wurde im Mai 1927 als Tochter der alteingesessenen Lemgoer jüdischen Familie Frenkel geboren. Sie und ihre Großmutter, Helene Rosenberg, sind die einzigen Überlebenden ihrer Familie nach dem Holocaust. Alle anderen zehn Familienmitglieder starben im Warschauer Ghetto, in Theresienstadt oder in Auschwitz. Nach der Befreiung 1945 kam sie zurück nach Lemgo und wanderte 1949 nach Israel aus.

Frau Raveh setzt sich als Betroffene der Judenverfolung für die Versöhnung zwischen Deutschen und Juden in Lemgo und Lippe ein. Aufgrund ihres Engagements erhielt Frau Raveh im Jahre 1988 die Lemgoer Ehrenbürgerschaft. Darüber hinaus wurde ihr am 9. Oktober 2003 das Bundesverdienstkreuz verliehen.

Der Name „Karla Raveh“ steht für Versöhnung, Aufklärung, Wachhalten und kritisches Reflektieren der Nazizeit.

Der Name „Karla-Raveh-Gesamtschule” soll Mahnung und Verpflichtung zugleich sein. Demzufolge ist das Schulprogramm der Gesamtschule stark von den Werten geprägt, die Karla Raveh verkörpert.

Am 8. September 1997 beschloss der Kreisausschuss, der neuen Kreisgesamtschule den Namen “Karla-Raveh-Gesamtschule des Kreises Lippe” zu geben.



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