An der Karla-Raveh-Gesamtschule werden die Schülerinnen und Schüler durch zahlreiche Maßnahmen auf ihre berufliche Zukunft und ihr zukünftiges Leben vorbereitet.

Die Vielfalt der Projekte, die über die Jahre im Rahmen der Studien- und Berufswahlorientierung (StuBo) entstanden sind und sich etabliert haben, ist groß. Insgesamt finden im Laufe eines Schuljahres über 30 Projekte in diesem Arbeitsbereich statt, die für die Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 8–13, hinsichtlich ihrer persönlichen Identifikation, ein großes Lern- und Entwicklungspotenzial bereithalten.

Ab Jahrgang 8 findet die Studien- und Berufswahlorientierung im Fachunterricht  statt, schwerpunktmäßig im Wirtschaftslehre-, Gesellschaftslehreunterricht und in den Orientierungsstunden.  Im 8. Jahrgang spielt die Thematik im Deutschunterricht in der Unterrichtseinheit „Lebenslauf und Bewerbungsschreiben“ eine Rolle. Auch im Technikunterricht der Jahrgänge 8 und 10 wird das Thema aufgegriffen. Besondere Bedeutung hat der Lernbereich zudem im Wahlpflichtunterricht I des Faches Arbeitslehre der Jahrgänge 8/9/10 (Technik/Hauswirtschaft) sowie im Wahlpflichtbereich II, in dem unterschiedliche Berufsbereiche im Fachunterricht (u.a. Erziehung/Soziales, kaufmännisches Lernen) thematisiert werden.

Über den Fachunterricht hinaus unterstützt unsere Schule die Teilnahme aller Jahrgangsstufen am „Girls‘ & Boys‘ Day“ sowie in jahrgangsbezogenen Projekten (z.B. „MyJob-OWL-Messe“ in Jg. 9 oder „Berufeparcours“ in Jg. 8).

Ziele des Lernbereiches Studien- und Berufswahlorientierung 

Alle Schülerinnen und Schüler sollen in Verbindung mit ihrem Schulabschluss eine realistische Anschlussperspektive entwickeln, um sich möglichst gezielt eine eigenverantwortliche und selbstbestimmte berufliche Existenz aufbauen zu können. Damit sollen alle Potenziale genutzt werden, um den Bedarf an Fachkräften abzudecken.

Der gesamte Berufs- und Studienorientierungsprozess unterstützt dabei das Kernanliegen von Schulen, möglichst gute allgemeinbildende Abschlüsse zu vermitteln und Ausbildungs- bzw. Studienreife herzustellen. Zum Gelingen dieses Prozesses ist die Zusammenarbeit der abgebenden und der aufnehmenden schulischen Systeme, der Agenturen für Arbeit sowie der Wirtschaft in regionalen Zusammenhängen unerlässlich.

Umsetzung Kein Abschluss ohne Anschluss

Seit Beginn des Schuljahres 2014/15 ist die Umsetzung des berufsorientierenden Vorhabens „Kein Abschluss ohne Anschluss“ (KAoA) an unserer Schule etabliert. Die jeweiligen Elemente des verbindlichen Übergangssystems sind in der folgenden Jahrgangsübersicht mit SBO (Standardelemente der Beruflichen Orientierung) abgekürzt und durchnummeriert.

Jahrgangsübersicht: Angebote der Berufs- und Studienorientierung

Kooperationen und Auszeichnungen

Es bestehen Kooperationsverträge mit der Stiftung EbenEzer, den Stadtwerken Lemgo, BSS Metall- und Schiffsausbau GmbH, Isringhausen GmbH, der Hochschule OWL, der Kreishandwerkerschaft Paderborn-Lippe sowie beispielsweise mit der Agentur für Arbeit.

In der Vergangenheit hat der Bereich Berufsorientierung und Lebensplanung zahlreiche Auszeichnungen erhalten. Unter anderem:

  • Siegelverleihung „Ausbildungsfreundliche Schule“ der Wirtschaftsjunioren der IHK Lippe 2 x 1. Platz und 1 x 2. Platz;  „Ausbildungsfreundliche Schule“ der Wirtschaftsjunioren der IHK Lippe.
  • Im Jahr 2018 wurde unsere Schule nach einem Bewerbungs- und Auditierungsverfahren mit dem Berufswahl-SIEGEL zertifiziert, welches  ein überdurchschnittliches Engagement in der Studien- und Berufsorientierung dokumentiert.

Die bestehenden Strukturen des Fachbereichs werden fortlaufend evaluiert und die Qualität der Umsetzung wird gesichert und kontinuierlich verbessert. Ein schulinternes Curriculum für diesen Fachbereich liegt vor.

Dazu werden mit Unterstützung der regionalen Koordinierungsstelle und anderen Anbietern die StuBo-Mitglieder*innen regelmäßig über neue Entwicklungen informiert und in relevanten Bereichen geschult und fortgebildet.

Stand: 01.12.2020